Palaiokastro, Agios Adrianos

Auf dem höchsten Punkt des Felshügels mit Namen „Paliokastro“ (dt.:“alte Burg“) oder „Kastro Adrianou“ (dt.: „Burg des Adrian“), östlich des Dorfes Agios Adrianos wurde Ende des 4. Jahrhunderts eine kleine Festung errichtet. Sie wurde aus dem örtlichen grauen Kalkstein im polygonalen Mauersystem gebaut. Sie besteht aus einer großen Ummauerung, 50m x 26m und einem Wachtturm an der höchsten Stelle des Hügels. In der südwestlichen Ecke der Ummauerung befindet sich ein trapezförmiges Reservoir von 3,15 m Tiefe, das im Inneren mit Mörtel beschichtet ist. Der viereckige Wachturm mit 4,90 m Seitenlänge ist bis zu einer Höhe von 3 Steinblöcken erhalten. In der westlichen Seite der Festung befindet sich das Eingangstor, 0,95m breit, dessen Türbalken auf 2,10 m Höhe erhalten ist.

Die Festung wurde systematisch erforscht. Eine Grabung kleineren Ausmaßes wurde 1890 vorgenommen an den südlichen Ausläufern des Hügels von dem Rektor von Argos I. Kofiniotis, finanziert von der Archäologischen Gesellschaft.

Die Anlage gehört zu einem Befestigungsnetz aus der hellenistischen Zeit, das den Landweg, der die Stadt Argos mit Epidaurus verband, überwachte.