Das Kloster Panagia Polemarchas, Epidaurus

In der Nähe von Nea Epidaurus, an einem einsamen Strand mit Pinien und Olivenbäumen, befindet sich das zerstörte Kloster Polemarchas. Gründer des Klosters war ein Mönch namens Antonios. Er war Mönch in dem Kloster Agnountas, hatte den Wunsch, sich von den anderen Mitasketen zu isolieren und ließ sich an dem einsamen Strand von Polemarchas nieder. Dorthin folgten ihm zwei jüngere Mönche, Nephon (späterer Patriarch von Konstantinopel) und Joseph. Wie es die Tradition verlangte, erbauten sie um 1400 alleine das Kernstück des Klosters. Seinen Höhepunkt erreichte das Kloster in den folgenden Jahrzehnten mit Hilfe des Patriarchen Nephon. Die immer wiederkehrenden Angriffe von Piraten aber zwangen die Mönche Polemarcha zu verlassen und sich in das Kloster Kalamiou im Hinterland von Epidaurus zurückzuziehen. Seitdem blieb das Kloster verlassen.

Heute ist von dem Komplex das Katholikon erhalten, aber auch einige Zellen und Vorbauten. Das Katholikon ist in der Art einer dreischiffigen Basilika mit Gewölbe und einem zweiseitigen Ziegeldach erbaut. Die Längsschiffe sind durch von Pfeilern getragenen Arkaden mit hufeisenförmigen Bögen getrennt, die in Abständen durch Entlastungsbögen (aus Kalk- und Tuffstein) unterstützt werden. Im Osten ist eine halbkreisförmige, für die Größe der Kirche unverhältnismäßig kleine Apsis.

Besondere Aufmerksamkeit wurde der Konstruktion der Gewölbe gewidmet, dagegen ist das Mauerwerk aus Natursteinen. Im Inneren gibt es keine Beschichtung, auch keine Wandmalereien.