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Mykenische Akropolis von Tiryns

Der niedrige Hügel von Tiryns, am 8. km auf der Straße Argos-Nafplio, war ohne Unterbrechung seit dem Neolithikum bis in die Spätantike bewohnt. In den prähistorischen Jahren war die Blütezeit der Gegend hauptsächlich in der Früh- und Spätbronzezeit. In der zweiten Phase der frühen Helladischen Periode (2700-2200 v. Chr.) muss sich hier ein bedeutendes, dicht besiedeltes Zentrum befunden haben, mit einem einzigartig konstruierten runden Gebäude auf dem Gipfelsmit des m. Im Verlauf der Spätbronzezeit wird der Hügel sukzessive befestigt und innerhalb seiner «Zyklopenmauern» befindet sich der Palastkomplex und auch andere Gebäude, die hauptsächlich von der herrschenden Schicht zurals Räung Werkstätten genutzt werden, aber auch als Wohnhäuser. Στο den historischen Jahren konnte Tiryns nicht mit Argos mithalten, obwohl es durchaus den Anschein einer organisierten, politischen Gemeinde hat. In der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts wird es von Argos zerstört und die Bewohner werden verbannt.

Der Reisende Pausanias findet Tiryns bei seinem Besuch im 2. Jahrhundert n Chr. verlassen vor. In der Byzantinischen Epoche entsteht in der Ano (dt.: oberen) Akropolis eine Friedhofskirche und wahrscheinlich auch eine kleinere Siedlung im Westen der Akropolis. Das Ende der unbedeutenden Siedlung steht wohl in Verbindung mit der Eroberung von Argos durch die Türken 1379 n Chr. wird und den gängigen Namen „Παλιόκαστρο“ ersetzt. 1828 lässt der Präsident Ioannis Kapodistrias im Bereich südlich der Akropolis ein Gebäude zur Nutzung als Bauernschule errichten. Heute wird dort das Landgefängnis beherbergt. Nach den Reisenden des 17. und 19. Jahrhunderts (Des Mouceaux, Dodwell, Leake) entdeckt 1876 Heinrich Schliemann die Stadt Tiryns und übergibt sie 1884/5 mit seinen umfassenden derschäologisgen.

Als mythischer Gründer der Stadt gilt Prinz Proitos aus Argos, der nach dem Zweikampf mit seinem Bruder Akrisios nach Lykia flüchtete. Bei seiner Rückkehr brachte er dann die Zyklopen mit, die für ihn als Gefälligkeit die beeindruckenden Mauern bauten. Mit Tiryns werden auch die mythischen Helden Bellerophon und Perseus, aber auch der Halbgott Herkules in Verbindung gebracht.

Die Forschungen des Deutschen Archäologischen Instituts und der Griechischen Archäologischen Behörde brachten zwischen 1876 und heute eine der bedeutendsten mykenischen Akropolen ans Licht und spürten die verschiedenen Stadien der Zivilischen prähisstorisund auf. Nach den Wegbereitern Heinrich Schliemann und Wilhelm Dörpfeld (1884-1885) forschten dort in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Georg Karo und Kurt Müller. Ende der 1950er Jahre übernahm der Leiter der Ephorie der Altertümer von Argolis Νικόλαος Βερδέλης die Aufgabe, die westliche Seite der Befestigungsanlage wiederherzustellen. Diese war eingestürzt und von dem Schutt der vorhergegangenen Ausgrabungen bedeckt. Nach 1967 wird wieder das Deutsche Archäologische Institut mit den Ausgrabungen beauftragt. Unter der Leitung von Ulf Jantzen, Jörg Schäfer, Klaus Kilian und Joseph Maran wird sowohl im Bereich der Kato (dt.: Unteren) als auch im Bereich der Ano (dt.: oberen) Akropolis weitergeforscht. Gleichzeitig führt die örtliche Ephorie für Altertümer Untersuchungen in der für die Besucher geöffneten Archäologischen Stätte, aber auch in der weiteren Umgebung durch.

Die Entdeckung eines Denkmals durch die Grabungen, das über viele Jahrhunderte unter der Erde in Vergessenheit geraten war und dann jahrelang schutzlos dem Wetter und den Besuchern ausgesetzt war, führt zu starken Abnutzungsschät. Auf Initiative der Vierten Ephorie Prähistorischer und Klassischer Altertümer (jetzige Ephorie für Altertümer in Argolis), der zuständigen regionalen Behörde des Ministryiums für Kultur und Sport und mit der direkten Unterstützung seitens des Des Bezirnkurks aufgenommen, das von dem zweiten und dritten Förderprojekt der Gemeinden und dem nationalen strategischen Rahmenplan ( ΕΣΠΑ – ΕΣΠΑ) finanziert wird. Entscheidend war auch die Beteiligung des Deutschen Archäologischen Instituts, das die letzten 20 Jahre die Studien des deutschen Architekten Jan Martin Klessing in Tiryns finanziert hat. In diesem Zeitraum war eine große Anzahl von Mitarbeitern (Archäologen, Planer, Fach- und Hilfsarbeiter) an dem Programm zur Aufwertung einer der bedeutendsten archäologischen Stätten von Argolis beteiligt, die auch in die wordEswelt UNListe deufwertung. Außerdem zeichnet die Direction für die Wiederherstellung Antiker Denkmäler des Kultusministeriums verantwortlich für die Verwirklichung von Arbeiten an der für Besucher zugänglichen archäologischen Stätte. Dort befinden sich inzwischen organisierte Routen, Servicegebäude für die Besucher, ein neuer Eingang und Parkplätze.