Festung, Iria
Am Fuße des Bergmassivs, das die Ebene von Irion im Norden begrenzt, auf der Spitze einer felsigen Anhöhe, ist eine kleine Festung aus den hellenistischen Jahren zu erkennen. Sie war höchstens 30m x 15m groß, und ist bis in eine Höhe von 3m erhalten geblieben. Sie bestand aus grauem, hartem polygonalem Kalksteinmauerwerk. Ihr Eingang befand sich im Osten. In ihrem Inneren gab es gegenüber des Eingangs einen Bau, der aus zwei gleichgroßen Räumen bestand.
Wahrscheinlich wurde die Festung Ende des 4. oder Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. erbaut, in einer Zeit, als es andauernd zu Zusammenstößen zwischen den Nachfolgern Alexanders des Großen um die Vorherrschaft auf dem Peleponnes und der Ägäis kam. In diesem Zusammenhang wurde die Spitze des Hügels im Norden der Ebene von Irion als geeignet erachtet, um dort eine kleine Befestigungsanlage zu errichten, die einen kleinen Wachtrupp beherbergen konnte, der mit der Kontrolle der Straße, die von der Ebene nach Epidaurus und zu den Städten in Südargolis führte, beauftragt war. Für diese Positionierung sprach zum einen der natürliche Schutz durch die steilen Hänge des Hügels und zum anderen die Existenz eines kleinen Baches im Osten, der den Wasserbedarf der Wachmänner abdeckte.
Nach der hellenistischen Zeit- so scheint es- wurde die Festung nicht wieder bewohnt.